Pappelallee: Freiere Bahn für Radfahrer
Beim Umbau der Straße wird der Verkehr neu geordnet. Für die Bäume gibt es
ein Gutachtenund den festen Willen zum Erhalt des Alleecharakters.
Mehr Sicherheit für Radfahrer und Schulkinder, mehr Grün und barrierefreie Gehwege – die Wünsche der Bewohner der Pappelallee sind auf eine lebenswertere und ruhigere Straße
ausgerichtet. Seit März und noch bis Ende Juni haben sie Gelegenheit, an der Neugestaltung ihrer Allee mitzuwirken. Bis dahin läuft das entsprechende Planungsverfahren.
Ab Frühjahr nächsten Jahres wird die Pappelallee zwischen Schönhauser Allee und Erich-Weinert-Straße dann umgebaut. Etwa drei Millionen Euro hat der Bezirk dafür vorgesehen.
Erste Planungen wurden anhand von Bürgerhinweisen bereits überarbeitet. Den aktuellen Stand der Dinge präsentierte unlängst das beauftragte Planungsbüro Zech-Con auf einer
Anwohnerversammlung. Hauptsächliche Veränderung: Der Straßenverkehr wird neu geordnet und damit vor allem für Radfahrer komfortabler. Die können sich auf beidseitige Radwege von je 1,50 m
Breite auf der Fahrbahn freuen. Ein Sicherheitsabstand und ein Park- und Halteverbot auf den neuen Radwegen sollen ihnen das Durchfahren erleichtern. Straßenbahn und Autos teilen sich
dann eine sechs Meter breite Fahrbahn.
Auch der ruhende Verkehr erhält eine andere Ordnung. Geparkt wird künftig in neu geschaffenen Parkbuchten. Rund 120 Parkbuchten pro Straßenseite mit einer Breite von 2,50 m sind vorgesehen. Für
den Lieferverkehr gibt es extra ausgewiesene Ladezonen.
Ob sich eine von Anwohnern gewünschte Tempo-30-Zone durchsetzen lässt, soll das weitere Planungsverfahren zeigen. Mehr Sicherheit für den täglichen Schulweg erhoffen sich dadurch vor allem die
Schulkinder. Sie wünschen sich zudem Zebrastreifen vor Schule und Kita bzw. eine veränderte Ampelschaltung.
Parallel zum Parallelverkehr auf der Fahrbahn gehts auch den Gehwegen ans oft holprige Pflaster. Mit neuem Belag und neuen Querungshilfen werden sie frei für eine barrierefreie Nutzung.
Das größte Problem beim Straßenumbau bilden die Bäume. Deren Erhalt liegt den Bewohnern besonders am Herzen. Sie wünschen sich gar zusätzliches Grün. Etwa 75 Bäume flankieren die Straße bisher,
vorrangig Eschen und Pappeln. Knapp 90 Prozent von ihnen sind sogenannte „Problembäume“. Sie sind krank oder beschädigt. Manche wachsen in die Tramleitungen, andere haben so starke Wurzeln
ausgebildet, dass sie das Pflaster sprengen. Ein Gutachten soll nun den Zustand jedes einzelnen Baumes erfassen. Dann entscheidet sich seine Zukunft.
Einen Kahlschlag werde es indes nicht geben, machte Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne) auf der Anwohnerversammlung deutlich. Sollte gefällt werden müssen, werde neu gepflanzt. Die
Zahl der Bäume werde eher erhöht als verringert. Er stellte zudem ein Abstimmungsverfahren in Aussicht: Die Bewohner sollen über die Baumarten der Allee selbst entscheiden.
Auch für zusätzliches Grün nimmt Kirchner die Anwohner mit in die Pflicht. Rabatten und Pflanzkästen seien etwa bei der Ausgestaltung des Knotens Pappelallee/Buchholzer Straße zu einem
Stadtplatz möglich.
Das weitere Verfahren verspricht Transparenz via Internet: Anregungen und Wünsche sind bis Ende Juni beim Projektsteuerer S.T.E.R.N. (email: Truttmann@stern-berlin.de) möglich. Auf
www.berlin.de/ba-pankow/verwaltung/ abteilung4.html stehen die detaillierten Vorhaben und die bisherigen Anregungen.
Im Oktober soll die Planung abgeschlossen sein. Eine weitere Anwohnerversammlung ist für März 2014 vorgesehen, etwa drei Wochen später beginnen dann die knapp zweijährigen Bauarbeiten.
✒ -al-
Nachrichten im Überblick
Sommerputz im Thälmannpark
Die AG Natur-Grün-Teich im Thälmannpark lädt aktive Anwohner zu einem Sommerputz am 15. Juni von 13 bis 17 Uhr ein. Wege sollen von Unkraut und Laub befreit werden, Unrat und Müll von den
Wiesen und aus den Anlagen gesammelt werden. Gartengeräte bitte mitbringen, Container zur Entsorgung stellt das Bezirksamt. Viele Menschen pflegen bereits jetzt schon in Eigeninitiative Anlagen
und Flächen im Park, sowie den Kiezteich und deren Umgebung.
Pächter gesucht
Auf der Suche nach einem Pächter für das ehemalige Toilettenhaus auf dem Humannplatz hat das Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt Pankow ein Interessenbekundungsverfahren gestartet. Wünschenswert
ist eine Nutzung, die die Funktion des Platzes möglichst stark unterstützt und ergänzt und keine Nutzungskonflikte hervorruft. Interessenten können die Unterlagen bei der S.T.E.R.N. GmbH
abfordern und ihre Bewerbungen bis zum 20. Juni 2013 abgeben. Kontakt: S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH, Schwedter Str. 263, 10119 Berlin, Tel. 44 36 36-91, E-Mail:
hunkenschroer@stern-berlin.de, Tel. 44 36 36-47,
E-Mail: taeger@stern-berlin.de
1. Öffentlicher Workshop zu Voruntersuchung Thälmannpark
Zum 1. öffentlichen Workshop im Rahmen der Voruntersuchung „Thälmannpark“ laden das Bezirksamt Pankow und die STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH alle Bewohner, Gewerbetreibende,
Eigentümer, Nutzer und an der Entwicklung des Gebietes Interessierte am Dienstag, dem 11. Juni 2013 um 17.30 Uhr in die WABE, Danziger Straße 101, 10405 Berlin, ein. „Wir hoffen auf eine rege
Teilnahme und freuen uns auf die Mitgestaltung der Voruntersuchung durch die Bevölkerung“, erklärt Jens-Holger Kirchner (Bü90/Grüne), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung. Mit der vom Bezirksamt
Pankow beschlossenen Voruntersuchung wird für das Areal Thälmannpark zwischen Greifswalder Straße, Danziger Straße, Prenzlauer Allee und der Ringbahn die städtebauliche, räumlich-strukturelle und
sozialräumliche Situation des Gebietes analysiert. Ziel ist die Erarbeitung eines abgestimmten städtebaulichen Leitbildes und Entwicklungskonzeptes, das erforderliche Maßnahmen zur Behebung von
Missständen aufzeigt und eine Grundlage für künftige Entscheidungen zur Entwicklung des Gebiets schafft. Der 1. öffentliche Workshop soll nun dazu dienen, gemeinsam mit den Betroffenen und
Interessierten die Stärken, Probleme, Handlungsbedarfe und Potenziale innerhalb verschiedener Themenbereiche näher zu erörtern und festzuhalten. Bei dem Workshop wird es zehn moderierte
Gesprächstische zu den Themen „Wohnen“, „Grün- und Freiflächen“, „Kultur und Bildung“, „Schule“, „Soziale Angebote“, „Sport und Erholung“, „Einzelhandel und Gewerbe“, „Verkehr“, „Nachbarschaften
und Verbindungen“ sowie „Leitbild und Visionen“ geben. Die Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit, an drei Thementischen mitzuarbeiten und sich mit ihren Meinungen und Ideen aktiv einzubringen.
Bundeswehr an Schulen?
Freitag, 28. Juni, 19 Uhr: „I Want YOU!” – Militarisierung des Bildungsbereichs? Seit dem Wegfall der Wehrpflicht hat die Armee Schulen stärker in den Fokus genommen. Im Rahmen sogenannter
Kooperationsabkommen wird es ihr ermöglicht, mit Jugendoffizieren im Unterricht zu werben oder Lehrkräfte aus- und fortzubilden. Auch an deutschen Hochschulen ist die Bundeswehr durch
Militärforschung präsent. Zusammen mit Gästen, die an verschiedenen Stellen gegen eine Militarisierung im Bildungsbereich aktiv sind, wird über die derzeitigen Entwicklungen informiert und
über Möglichkeiten zu Aktionen vor Ort diskutiert.
Ort: FAU-Lokal, Lottumstr. 10
Aufruf zum Ideenwettbewerb Lokales Soziales Kapital
Für 2013/14 wird ein Aufruf zum Ideenwettbewerb Lokales Soziales Kapital (LSK) des Bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit Pankow gestartet. Mit dem Förderprogramm „Lokales Soziales Kapital“ (LSK) werden Mikroprojekte gefördert, die auf lokaler Ebene neue Beschäftigungschancen eröffnen und den sozialen Zusammenhalt stärken. Informationen zum Förderprogramm und alle Formulare finden sich im Internet unter www.bbwa-berlin.de. Die Projektvorschläge für den Ideenwettbewerb sind mit Finanzierungsplan bis zum 23.06.2013 an die Geschäftsstelle des Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit Pankow per Mail und per Post einzureichen.
Noch 1200 Wahlhelfer gesucht
Dr. Torsten Kühne, Bezirksstadtrat, teilt mit, dass für die Durchführung der Wahl zum 18. Deutschen Bundestag, die am 22.09.2013 stattfindet, noch dringend 1200 Wahlhelfer im Bezirk gesucht
werden. Das Bezirkswahlamt ist zu erreichen unter Tel. 90295 2400; E-Mail: wahlhelfer@ba-pankow.berlin.de. Weitere Informationen und die Bereitschaftserklärungen gibt es in den Pankower
Bürgerämtern und im Internet unter:
Lesung in der Kurt-Tucholsky-Bibliothek
Ulrike Steglich liest am 6. Juni ab 20 Uhr im Bibliotheksraum der Kurt-Tucholsky-Bibliothek, Esmarchstraße 18, Texte über den Prenzlauer Berg. Die Berliner Autorin war viele Jahre
Herausgeberin und Redakteurin des „Scheinschlag“; 2012 erschien ihr Buch „Universum Ackerstraße“.
„Die Jüdische Schule Rykestraße lebt – damals und heute“Die Sonderausstellung „Die Jüdische Schule Rykestraße lebt – damals und heute. Schüler und Schülerinnen der Lauder Beth-Zion Grundschule auf Spurensuche“ wurde am 26. Mai in den Räumen des Museum Pankow, Prenzlauer Allee 227/228, eröffnet. Die Schüler und Schülerinnen der Lauder Beth-Zion Grundschule können seit 2008 wieder in diesem alten Schulhaus vor der Synagoge Rykestraße lernen. Die Schüler und Schülerinnen der 6. Klasse werden bald ihre Grundschulzeit beenden. Darum haben sie sich überlegt, als erste „Abgänger“ dieses wiederbelebten Hauses auf Spurensuche zu gehen und damit begonnen, die Geschichte ihrer Schule zu erforschen. Die Ausstellung läuft bis 17. November 2013, Di. bis So., 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei
„Glaube und Kirche in DDR-Filmen“
Am 26. Mai endete die erfolgreiche Filmreihe „Glaube und Kirche in DDR-Filmen“. Ein Projekt des Ökumenischen Arbeitskreises Berlin-Prenzlauer Berg. Immer wieder äußerten Besucher der
Filmveranstaltungen den Wunsch, über die abendlichen Publikumsgespräche hinaus noch einmal Eindrücke zu den alten DEFA-Filmen auszutauschen und über die Hintergründe zu debattieren. Der
Ökumenische Arbeitskreis lädt daher am Mittwoch, 5. Juni um 19.30 Uhr zu einem Gesprächsabend zum Filmprojekt in die ZOAR-Kirche, Cantianstr. 9, ein.
FIEBER Festival
Das 2. Unabhängige Festival Ibero-Amerikanischer Künstlerinnen in Berlin – FIEBER Festival – findet noch bis 9. Juni im Kunsthaus ACUD, Veteranenstr. 21, statt. Über 40 in Berlin lebende
Künstlerinnen aus Lateinamerika, Spanien und Portugal nehmen daran teil. FIEBER Festival hat sein Hauptaugenmerk an den Werken von ibero-amerikanischen Künstlerinnen, die in Berlin leben.
Weitere Ziele des Festivals sind: Förderung vom Austausch von Erfahrungen und Arbeiten sowie Unterstützung der Künstlerinnen in ihren Versuchen sich in die kulturelle Dynamik Berlins zu
integrieren. Der Eintritt ist frei. Das Programm beinhaltet Beiträge aus folgenden Bereichen: Bildende Kunst, Fotografie, Videokunst, Performance, Poesie, Literatur, Musik, Theater, Tanz sowie
2 Work in Progress.
Familienfreundlicher Betrieb Pankow
Mit der Übergabe des Wanderpokals an den 2. Preisträger des Wettbewerbs Familienfreundlicher Betrieb Pankow 2012, am 2. Mai 2013, wurde zugleich die diesjährige Ausschreibungsphase für den
Wettbewerb gestartet. Pankower Unternehmen können ihre Wett-bewerbsunterlagen bis 15. Juli 2013 beim Bezirksamt Pankow einreichen. Die feierliche Preisverleihung wird am 15. Oktober 2013 im
Rathaus Pankow sein. Informationen zum Wettbewerb erhält man bei der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirksamtes Pankow Heike Gerstenberger; Tel. 90295 2305;
E-Mail: heike.gerstenberger@ba-pankow.berlin.de
Attacke gegen Jugendliche
Drei Männer haben in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai zwei Jugendliche mit Migrationshintergrund angegriffen und verletzt. Der Angriff ereignete sich an der belebten Kreuzung Danziger- Ecke
Greifswalder Straße. Die Jugendlichen, ein 17-jähriger dunkelhäutiger Deutscher und ein 18-jähriger Türke, waren schon in der Straßenbahn der Linie M 10 von den Männern angepöbelt worden. Die
Angreifer flüchteten, als sie die Sirenen der Polizei hörten. Die Beamten waren von einem Zeugen alarmiert worden. Die Täter wurden von den Opfern als 30- bis 35-Jährige Männer von kräftiger
Statur beschrieben. Alle Täter sollen eine Glatze bzw. sehr kurz geschorene Haare getragen haben. Quelle: „Pressemeldungen / Polizeiticker“
„Ausbildungspreis Pankow 2013“
Für die Vergabe des Ausbildungspreises Pankow können ab sofort wieder Vorschläge eingereicht werden. Die Auszeichnung würdigt besonderes Engagement bezirklicher Unternehmen in der
Berufsausbildung. Auszubildende können ihren Betrieb für den Preis vorschlagen, aber auch Pankower Unternehmer können sich selbst benennen. Die Unterlagen gibt es im Internet unter:
www.ausbildungsoffensive-pankow.berlin.de und müssen bis 31. Juli 2013 ausgefüllt beim Bezirksamt Pankow eingereicht werden.

