GESUNDHEIT & WELLNESS

Fitness first

Die Fitness-Saison beginnt. Sie bestätigt einige Trends, die sich bereits im vergangenen Jahr abzeichneten. Es sind auch ganz neue Bewegungen dabei. Auffällig dabei in diesem Jahr: Klassische Trainingsformen wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen haben weniger Relevanz. Beliebter sind Gruppenaktivitäten – im Studio oder draußen. Ein Überblick über das, was 2018 gesund hält:

 

Bei den 2018er Trends ganz weit vorn liegt HIIT – Intervalltraining. Scheinbar kaum überraschend, denn seit einigen Monaten ist hochintensives Intervalltraining (HIIT) in aller Munde, Körper und Beine. Es ist eine beliebte und effektive Form, schnelle Fitness-Erfolge zu erzielen. HIIT trainiert Kraft und Ausdauer gleichermaßen – mit einem täglichen zehnminütigen Intensivtraining. 40sekündigen Power-Intervallen mit Übungen folgen jeweils 20 Sekunden Pause – zehn Minuten lang. Jumping, Boxen, Liegestütze und andere Bewegungsformen werden dabei miteinander kombiniert.

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Yoga ist und bleibt ein Fitness-Trend. Es entspannt und stärkt Körper, Geist und Seele. Foto: lograstudio/pixabay

Bodyweighttraining. Bodyweighttraining, also Training mit dem eigenen Körpergewicht, liegt nicht grundlos im Trend: Man braucht dafür keinerlei Geräte, nur die eigene Muskelkraft, und kann die Intensität problemlos variieren. Zudem ist es effektiver als Training mit Geräten: Liegestütze wirken zum Beispiel wesentlich umfassender auf den Bewegungsapparat als das Bankdrücken mit Langhanteln. Ähnlich sieht es beim Vergleich zwischen einem Klimmzug ohne Equipment und dem Lastzug an der Maschine oder am Zugturm aus. Der doppelte Vorteil von Bodyweighttraining: Sowohl die Muskulatur als auch das Nervensystem werden stärker stimuliert. Trainiert werden sollte dreimal pro Woche mindestens 15 Minuten –intensiv und konzentriert, mit nur kurzen Pausen.

 

Fitness für den ganzen Körper

Ganzkörpertraining. Es ist nicht mit Bodyweighttraining zu verwechseln, kann sich aber damit überschneiden. Ganzkörpertraining beschreibt weniger das konkrete Vorgehen – wie beim Bodyweighttraining etwa Klimmzüge, Planks und Co. ­– als die grundlegende Absicht, jede Partie des Körpers zu kräftigen. Ziel ist die Verbesserung der Haltung, Koordination und generellen Kraft. Bei jeder Trainingseinheit wird die gesamte Körpermuskulatur gestärkt. Trainiert werden sollte mindestens einmal wöchentlich eine Stunde.

Gewichttraining. Erfreut sich bereits währender und wachsender Beliebtheit. Neu ist, dass Kraftübungen nicht mehr nur begleitend zum allgemeinen Fitness-Programm durchgeführt werden, sondern viele Freizeitsportler – insbesondere der jüngeren Generation – ausschließlich mit Gewichten trainieren.

Yoga. Yoga ist seit nahezu zehn Jahren ein Trend-Fitness-Programm. Yoga erfindet sich immer wieder neu und lockt mit neuen Abwandlungen, wie vor zwei Jahren erst das beliebte Aerial Yoga. Weitere beliebte Yoga-Disziplinen: Iyengar, Ashtanga, Vinyasa, Bikram, Rage und Power Yoga. Das unübertreffliche an diesem Fitness-Dauerbrenner: Yoga entspannt den Geist und stärkt Körper und Muskulatur gleichzeitig.

Gruppentraining. Gruppentraining mit mindestens fünf Personen liegt im Trend. Die konkrete sportliche Disziplin ist dabei nicht definiert, es kann von Spinning- über Aerobic- bis hin zum Tanzkurs alles sein. Gruppentrainings hat es schon immer gegeben. In 2018 bekommen sie einen neuen Popularitätsschub. Bewegung im Team macht mehr Spaß.

 

Professionalität wird wichtiger

Zertifizierte Fitness-Programme. Offizielle Kurse von ausgebildeten und erfahrenen Fitness-Profis wie Sportwissenschaftlern, beispielsweise in zertifizierten Sport- und Gesundheitszentren, werden in diesem Jahr besonders gern in Anspruch genommen. Diese sind zwar etwas kostenintensiver, sollen sich aber auch mit Expertise und gezielten Erfolgen auszahlen.

Personal Training. Personal Training ist längst nicht nur wohlhabenden Sporteinsteigerinnen und Sporteinsteigern vorbehalten. Auch, wer schon länger ins Fitness-Studio geht, scheut sich nicht mehr, in Unterstützung für die richtige, professionelle Ausführung zu investieren. Das soll sich heute auch mehr lohnen als früher. Personal Trainer, die in Gesundheits- und Fitness-Zentren angestellt sind, verfügen über eine gute Ausbildung. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Wearables.  Die „Wearable Technology“ ist ein Muss für Fitness-Freunde. Fitness-Gadgets wie Sportuhren, Schrittzähler, Herzfrequenzmesser oder Brillengläser mit integriertem GPS-Gerät kommen in immer ausgeklügelteren Varianten auf den Markt.

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