DIE WELLNESS-TRENDS IM HERBST/WINTER

Kleine, feine Auszeiten

Wieder Herbst, wieder Müdigkeit und der sehnliche Blick auf das Jahresende. Licht, Wärme, Entspannung sind jetzt gefragter denn je. Kleine Auszeiten bei Massage, Sauna und Co. bringen Vitalität zurück, oder einfach nur eine schöne, lang anhaltende Entspannung. Die Wellness-Trends für Herbst und Winter.

 

Es gibt ja glücklicherweise nicht das eine wahre Rezept, wie wir Menschen zu Ausgeglichenheit und Vitalität finden oder zurückkehren können. Es gibt – in unserer pluralistischen Gesellschaft – den Förderalismus der Entspannung. Jedes Jahr neue Trends, jedes Jahr Klassiker in neuem Gewand, die Körper und Seele in der grauen Jahreszeit zu Licht und Kraft verhelfen.

Zeitung Prenzlauer Berg Magazin
Meditation im Takt der Klangschale – auch diese fernöstliche Technik verhilft zur Entspannung. Foto: Ressort Mark Brandenburg

Powernapping. Wellness to go.

Eine der neuesten Errungenschaften: Das Powernapping außer Haus. Kurz mal am Schreibtisch einschlafen war gestern. In diesem Herbst lässt sich der entspannende Kurzschlaf am besten im Salon neben dem Arbeitsplatz genießen. Immer mehr Massagestudios bieten Liegen für den Kurzzeitschlaf in der Mittagspause. 15 Minuten Schlummern bei warmem Licht und sanften Klängen verhelfen zur Power für die zweite Tageshälfte. Wer will, kann anschließend noch eine 15minütige Massage dazu buchen – das Rundum-Wohlfühlpaket passt genau in eine halbstündige Büro-Mittagspause.

Damit aus Kurzzeit-Wellness länger anhaltende Power wird, hier noch ein paar weitere Tipps für die kleinen Auszeiten:

 

Meditation. Die innere Ruhe.

Meditationstechniken kommen in nahezu allen Weltreligionen vor und erleben in der Postmoderne ihre Renaissance. Auf simple Art und Weise verhilft die Meditation dem Kopf zur Ruhe, dem ganzen Menschen zur Ausgeglichenheit. Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen beruhigt sich der Geist, sammeln und ordnen sich die Gedanken.

Meditieren lässt sich allein oder in der Gruppe. Unterschiedliche Meditationszentren und -gruppen bieten ihre speziellen Techniken an. Wer es lieber aktiv mag, wählt Methoden, die mit körperlicher Bewegung und lautem Rezitieren einher gehen. Wer lieber in der Ruhe zu Hause ist, meditiert still im Sitzen, zumeist mit Hilfe eines Mantras.

Schon zehn Minuten Meditation täglich, wissen etwa die Buddhisten, verhelfen zur inneren Ausgeglichenheit und stärken gegen Krankheiten. Damit ist Meditation eine Entspannungsmethode, die sich problemlos in den Alltag integrieren lässt. Ein schöner Nebeneffekt des Meditierens: Wer ausgeglichen und mit einem stillen Lächeln durch den Alltag geht, kann mit dieser Ruhe auch sein Gegenüber anstecken.

 

Massagen. Die Ganzkörper-Entspannung.

Zur Ruhe kommen und Entspannung finden können ausgepowerte und gestresste Menschen auch auf körperliche Weise, etwa durch Massagen. Massagen werden als Rundum-Wohlfühl-Rituale in freundlich ausgestatteten Studios zelebriert.

Schon die alten Römer kannten Massagen als Rehabilitationsmaßnahmen für ihre Gladiatoren, ursprünglich entstammen diese Heilanwendungen vorchristlichen Zeiten in Afrika und Asien. Im Verbund mit ätherischen Ölen und Kräuteressenzen entspannen Massagen die Muskulatur, steigern die Durchblutung, lindern Schmerz und Stress. Mit dem Körper kommt damit auch die Psyche zur Ruhe.

Manche Massagearten werden als Reinigungsrituale eingesetzt, die man regelmäßig vornehmen lassen sollte. Die Zahl der Angebote ist riesig: Ganzkörper- oder Fußmassagen, Thai-Massagen, Kristall-Massagen oder Massagen mit heißen Steinen sind nur einige davon. Das Ausprobieren in den Wohlfühl-Oasen von Prenzlauer Berg lohnt sich. Die kleine Auszeit vom Alltag beginnt hier oft schon beim Hereinkommen: Wenn der Duft aromatischer Öle, leise Entspannungsmusiken und farbige Kerzen die gestressten Besucher empfangen.

 

Sauna. Einfach fit schwitzen.

Saunieren ist das passive Erleben von Wohlbefinden. Schwitzen und anschließendes Abkühlen regen Kreislauf und Stoffwechsel an, senken den Blutdruck und entspannen die Muskulatur. Saunieren oder auch exotische Baderrituale, etwa aus Japan, eignen sich zudem als geselliges Ereignis. Man sitzt oder liegt gemeinsam in heißer, wohlriechender Luft auf Holzbänken oder teilt ein gemeinsames Bad mit Blütenessenzen. So macht man sich mit Freunden oder mit Arbeitskollegen fit und stärkt neben dem individuellen Wohlbefinden auch die soziale Zusammengehörigkeit. 

Wichtig: Wer schwitzt, braucht ausreichend Flüssigkeitszufuhr. Das reinigt Körper, Seele und Geist zusätzlich. Viele Spa-Anbieter reichen frische alkoholfreie Cocktails oder Fruchtsaft-Schorlen. Die gute alte Apfelsaftschorle gilt indes als Geheimrezept: Sie enthält genau die Mineralien, die für die körperliche Gesundheit wichtig sind: Vor allem Magnesium und Kalzium.

 

Sport. Wellness mit Bewegung.

Entspannt und ausgeglichen durch Bewegung – vor allem körperlich aktive Menschen können mit Sport vom Alltags-Einerlei abschalten. Es muss nicht die große tägliche Jogging-Runde sein oder das Walking oder Skaten auf den Lauf- und Fahrstrecken im Bezirk. Schwimmen etwa ist eine Sportart, die den ganzen Körper stählt und kräftigt, als Fitness-Start in den Tag oder als wohltuender Ausklang an dessen Ende.  

Gezielte Fitness lässt sich in den Fitness-Studios erlangen. Ob Ausdauer- oder Muskeltraining - hier kann man sich sein individuelles Sportprogramm erstellen lassen. Kurse gibt es für den Rücken oder für die berühmten Problemzonen Bauch, Beine, Po; in kleinen Trainingseinheiten an Geräten oder in Gruppenübungen. Kurse wie Pilates oder Areobic sorgen für gemeinschaftliche Fitness. 

 

-al-, Oktober 2016