WELLNESS

Mal wieder schwitzen

Wohlfühlen. Dieses schöne Gefühl des Loslassens und Entspannens gelingt beim Sport oder beim Spaziergang, beim Yoga oder bei einer Massage. Und auch die Sauna verbindet ein gutes Gefühl mit Gutem für die Gesundheit. Wellness mitten in Prenzlauer Berg.

 

Schwitzen. Schwitzen hilft beim Gesundwerden und Gesundbleiben. Saunen bieten ein Wechselbad zwischen Heiß und Kalt, schwitzen und frieren. Türkisches Hamam oder finnisches Dampfbad, exotische Sauna oder Orienttempel sind Wellness-Oasen, die zum Entspannen, Erholen und zur Gesundheit einladen.

 

GESUND UND SCHÖN

Der Wohlfühl-Wirkungen gibt es vielerlei. Saunieren schützt vor Erkältungen und therapiert Störungen des vegetativen Nervensystems. Auch bei Arthrose oder chronischen Rückenschmerzen soll es hilfreich sein. Denn beim Sauna-Besuch erhöht sich die Körpertemperatur auf bis zu 39 Grad Celsius. Dieses künstliche Fieber in der Schwitzphase wirkt wie ein echtes Fieber. Es aktiviert Immunzellen, darunter neutrophile Granulozyten, Makrophagen und Lymphozyten, die für die Infektabwehr wichtig sind. Die Abfolge von Hitze und Kaltbad entspannt zudem die Muskulatur, steigert den Blutdruck, regt Kreislauf und Stoffwechsel an, puscht die Atmung – und dient dem Rundum-Wohlgefühl. Das liegt auch daran, dass Saunabaden gut für die Hautpflege ist und die Hautalterung verlangsamt. Unmittelbar nach dem Betreten des Saunaraumes reagiert die Haut, die Blutgefäße weiten sich, die Durchblutung nimmt zu. In der Abkühlphase verengen sich die Blutgefäße dann wieder durch. Der Wechsel von Schwitzen und Kaltwasser-Dusche reinigt die Haut sehr gründlich. Abgestorbene Hautschüppchen lösen sich und können leicht abgespült werden. 

Wer also regelmäßig in der Sauna erst schwitzt und dann mit kaltem Wasser duscht, reinigt seinen Körper von außen und innen. Viele gute Gründe für einen Gang in die Sauna, den auch ältere Kinder schon gut genießen können. Menschen mit Entzündungen, mit akuten Infektionskrankheiten oder mit Herz-Kreislauf-Krankheiten sollten vor einem Besuch einer Sauna indes einen Gesundheitsexperten zu Rate ziehen. 

Sauna Berlin Prenzlauer Berg
Gut fürs Immunsystem, den Kreislauf und die Schönheit – Saunen sind Wellness pur. Foto: pixabay

DER WASSERDAMPF MACHTS

Im mit Holz ausgekleideten Saunaraum herrscht eine Temperatur zwischen 80 und 100 Grad Celsius, manchmal auch bis zu 130 Grad. Klassisch geheizt wird mit Holz, effizienter indes mit Elektroenergie. Die Sitzbänke sind in zwei bis drei Stufen angeordnet, ganz oben ist es am wärmsten. Wichtig in einer Sauna ist die Luftzirkulation, es wird also kontinuierlich Frischluft zugeführt, die vom Ofen sofort aufgeheizt wird, sodass die Temperatur im Raum konstant bleibt. Um die Luftfeuchtigkeit und damit die gefühlte Temperatur in der Sauna zu erhöhen, wird Wasser auf die heißen Steine gegossen, die auf dem Saunaofen liegen. Dieser Aufguss erzeugt den Wasserdampf. Die Zugabe von ätherischen Ölen in den Aufguss sowie das Verteilen des Dampfes sind im deutschsprachigen Raum weit verbreitet. Im klassischen Sauna-Land Finnland ist derlei Beiwerk eher selten.

Viele Saunen bieten neben der Aufguss-Sauna noch eine Trockensauna mit geringerer Luftfeuchtigkeit und ohne Aufguss an. Und auch Saunen mit geringerer Lufttemperatur sind inzwischen üblich.

 

SAUNIEREN LEICHT GEMACHT

Der Besuch eines Saunabades beginnt mit dem Duschen und gründlichen Abtrocknen. Die Saunierenden sitzen bzw. liegen in der Saunakabine weitgehend oder vollständig nackt, meist auf einem Handtuch. 

Auf den insgesamt acht- bis 15-Minuten-Aufenthalt in der Saunakabine folgt zunächst eine kurze Abkühlphase an der frischen Luft, bei der die Lunge besonders gut Sauerstoff aufnehmen kann und die Atemwege rascher wieder abkühlen. Dann geht es ins kalte Wasser. Entweder in einer Dusche oder Schwalldusche, in einem Tauchbecken, einem Fluss, See oder – falls vorhanden – durch Wälzen im Schnee oder Abreiben mit gestoßenem Eis. Wer also nicht in Prenzlauer Berg saunieren möchte, der kann ins Wellness-Land Brandenburg fahren und sich dort eine spätwinterliche Auszeit können – möglicherweise mit Schnee inklusive. Nach dem Kältebad sucht man zur Erholung einen Ruheraum auf. Dabei kann ein individuell unterschiedlich starkes Nachschwitzen einsetzen. Medizinisch sinnvoll sind in der Abkühlphase warme Fußbäder, auch, um dem Nachschwitzen entgegenzuwirken.

In der Regel wiederholt man die gesamte Prozedur mit mindestens viertelstündigen Pausen zwei- bis dreimal. Mehr als drei Saunagänge bewirken keinen höheren Nutzen, sie machen eher müde. Empfehlenswert sind acht bis 15 Minuten Schwitzphase, etwa 15 Minuten Abkühlphase und etwa 15 Minuten Ruhephase. 

-red-,  März 2019 


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