NEW FASHION

Was die Mode in Frühjahr und Sommer will

Modetrends und individuelles Design, Styles für den Markt und eigenes, unverkennbares Label. Prenzlauer Berg macht immer noch und immer wieder aufs Neue in Mode. Mit Ateliers und schrillen Second-Hand-Läden, mit stillen Schneiderinnen und edlen Boutiquen. Ein Blick auf die textile Saison Frühjahr/Sommer 2016.

Zeitung Prenzlauer Berg Magazin
Ein Hauch frischer Mode: Prenzlauer Berg ist die Modemeile der Designer, jungen Labels und schrillen Second-Hand-Läden. Foto: al

Eleganz heißt nicht, ins Auge zu fallen, sondern im Gedächtnis zu bleiben. Das ist ein Satz, den nur eine Designerin sagen kann, die seit vielen Jahren im Geschäft ist und ihren ganz individuellen Stil gefunden hat. Klassisch, an frühere Zeiten der Nonchalance anknüpfend. Claudia M. betreibt ihr Atelier in Prenzlauer Berg. Sie entwirft und schneidert für künftige Bräute ebenso wie für Zauberer, fürs Theater ebenso wie für anspruchsvolle Business-Frauen.

Schauen wir über den individuellen Style hinaus auf die internationalen Laufstege, dann verheißen Frühjahr/Sommer 2016 vor allem Eleganz der zeitlosen Farben: Schwarz, Weiß – gern in Kombination, dazu Edles Grau und Silber. Internationale Designer machen aus Silber gern den Metallic-Look, der zwischen Motorradkluft und Glamour changiert. Dazu kommen die Töne „Rosenquartz“ und „Serenity“, ein helles Blau. Diese Farben lassen die Grenzen zwischen typisch maskuliner und femininer Mode verschmelzen. Blau und Rosa werden von Trendsettern in diesem Frühjahr auch im Duo getragen. Und natürlich: Grün. Die Farbe von Frühjahr und Sommer schlechthin.

Individuelle Weiblichkeit ist Mode, sagt Ines S. Die Designerin bedruckt ihre femininen Kleider mit handgezeichneten Stoffprints. Florale Sommerwiesen, Meeresmotive, Paradiesvögel, Elfen, ebenso wie kleine Radrennfahrer oder Zirkuspferde, tummeln sich in eigens abgestimmten Farbwelten auf den elastischen, hochwertigen Stoffen. Ein Hauch von Nostalgie, mit einem großen Plus für alle Frauen mit wenig Zeit. Die Stoffe, die die weibliche Silhouette umschmeicheln, sind so pflegeleicht, dass sie ohne Bügeln auskommen. Die besonderen Teile – vor allem Kleider, Blusen, Röcke - hängen in ausgewählten exquisiten Stores in ganz Berlin. Für eilige Frauen sind sie auch online bestellbar. Diesen Kleiderkauf per Mausklick nutzen vor allem Kundinnen, die die Mode der Designerin schon kennen.

Wer lieber von Boutique zu Boutique schlendern will, findet in Prenzlauer Berg eine außergewöhnlich gut bestückte und bunte Mode-Meile vor. Rund um Kastanienallee und Kollwitz-Kiez sind nicht nur Ateliers und stylische Second-Hand-Läden, auch Läden, auf einzelne Farben konzentriert oder auf Materialien wie Leder oder Filz - oder Läden, die zum Mit- und Selbstschneidern einladen.

Für Schneiderin Petra P., die Boutiquen in Berlin und Potsdam bestückt, müssen Kleider vor allem eins sein: Schick und praktisch. Ihre Schnitte sind elegant, ihre Materialien pflegeleicht. Die Teile sind miteinander kombinierbar: Fürs Bussiness ebenso wie für den Abend. Denn ihre typische Kundin, so sagt die Modefrau, steige frühmorgens aufs Fahrrad, um das Kind in die Kita zu bringen, fahre dann ins Büro und ziehe am Abend zum Meeting nur schnell ein Bolero-Jäckchen übers Kleid. 

Apropos Kleid: Kleider und Röcke, kniekurz und kürzer, haben ab März wieder Hochsaison. Frühjahr und Sommer sind die Zeit, in der Hosen wenig en vogue sind und ruhig im Kleiderschrank liegen bleiben dürfen. Kleider und Röcke sind in der kommenden Saison beides: Sexy und trotzdem elegant. Auch international gibt sich die Mode für Frühjahr/Sommer feminin und ladylike. Viele ehemalige Trends feiern im ersten Halbjahr 2016 ihr Comeback, wie zum Beispiel Mini-Rucksäcke, Creolen oder bauchfreie Tops. Lange Seidenröcke, geschnürte Lederkleider oder lässige Jumpsuits geben den Ton im kommenden Sommer an. Auch Accessoires sind in der Mode 2016 ein ganz wichtiges Thema und peppen jeden Look sofort auf – ob Armreife, Ketten oder Ohrringe, leichte Seitentücher oder weiche Gürtel.

Neben bunten Fantasie-Drucken verleihen Ethnomuster und bunte Stickereien der Mode ein folkloristisches Flair. Das ist Kleidung vor, während und nach der Urlaubsstimmung gewissermaßen. 

„Kleider machen Frauen glücklich“, sagte Ulrike L. Die Schneiderin hat für ihr Label zwei kleine Boutiquen im Kollwitz-Kiez. Hier verkauft sie nicht nur eigene Modelle, auch andere Marken, die elegant und alltagstauglich und dennoch nicht Mainstream sind. Im kleinen Atelier können sich die Kundinnen ihre Stoffe und Schnitte selbst wählen. In der Boutique gleich nebenan kaufen auch zahlreiche Touristinnen ein, die ihr neues Kleidungsstück, Made in Prenzlauer Berg, dann gern in die Welt hinaus tragen.

-al- (März 2016) 

 

 

Die Trends für Individualistinnen

Sexy und elegant – so lässt sich die Mode für Frühjahr/Sommer 2016 auf zwei Begriffe bringen. Es dominieren Farben in Kombination oder Muster: Schwarz, Weiß, Silber im Metallic-Look. Dazu kommen die Töne „Rosenquartz“ und „Serenity“, ein helles Blau. Auch Khaki und Senfgelb machen in dieser Saison Furore. Und Grün.

Die Styles: Lederkleider werden mit außergewöhnlichen Details, wie raffinierten Schnürungen im Dekolleté, veredelt. Kleider und Blusen tragen Spitze oder Netzstrukturen. Ethno- und Safari-Look sind die Trends, die Urlaubs-Feeling in die Stadt holen sollen.

Die Materialien: Neben Leder und Baumwolle auch Seide und Jersey.